F A M E D

selected works (2003—2016)

text, cv, mail,


»Differenz und Wiederholung«
»Differenz und Wiederholung«
»Differenz und Wiederholung«
»Differenz und Wiederholung«
»Differenz und Wiederholung«
»Differenz und Wiederholung«

»Differenz und Wiederholung«

2013, Feb–

– INTERIM, Kulturbahnhof Kassel



Framed by Famed:
Karla Aslan, Julia Bavyka, Tim van de Bovenkamp, Holger Jenss, Jonathan Pirnay, Eric Pries, Maja Wirkus

Ausstellung:
5. Februar - 2. März 2013
INTERIM am Kulturbahnhof Kassel


Ergänzend zum jährlichen Rundgang gibt es für Studierende der Kunsthochschule Kassel die temporäre Plattform INTERIM, die Raum für konzentrierte Projekte bietet, die interdisziplinär ausgerichtet oder im Austausch mit anderen Hochschulen entwickelt werden. Dafür stehen über 5 m hohe tagesbelichtete Industrieräume in zentraler Lage am Kulturbahnhof zur Verfügung.

Programmatisch sind Präsentation und Vermittlung – von innenarchitektonischen Aspekten bis zu Fragen ökonomischer In- oder Exklusion – zentrale Fragen der ersten Ausstellung im INTERIM. Ein Jahr nach Ende ihrer Gastprofessur konnten das Künstlerkollektiv Famed und die Studierenden ihres Seminars zu Theorie und Praxis den Schritt »Von der Performanz des Gelesenen« zur »Differenz und Wiederholung« machen. Das Ziel des Projekts, die permanente Bewegung von Denken und Handeln an der Realität zu messen, so dass Gelesenes, Gedachtes und Gesprochenes eine Beziehung zum alltäglichen Leben und im Besonderen zur Tätigkeit als Künstler oder Gestalter entwickelt, haben die Beteiligten unter den erschwerten Bedingungen eines im Aufbau begriffenen Organismus stets im Auge behalten.

Famed entwickelte einen Raum im Raum, konstruiert aus Billy-Regalen, dem weltweit meist genutzten Bücherregal. Damit greifen sie die Geschichte bürgerlichen Speicherns, Sammelns und Archivierens auf und führen diese als künstlerische Praxis fort. Indem dieser Hybrid aus Skulptur und Ausstellungsarchitektur die einzelnen künstlerischen Beiträge der Studierenden rahmt, sie präsentiert und in einen Dialog verwickelt, vermittelt die Ausstellung fast beiläufig Grundsätzliches zu Konzepten des White Cube; kulturelle Ökonomien und jene im Titel zitierten theoretischen Denkansätzen zur Differenz und Wiederholung sind ebenso mitgedacht.
Susanne Prinz